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28.04.2019
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Zündung für den Hit and Miss Motor
Beschreibung
Der Hit and Miss Motor benötigt eine Zündanlage. Bei der Auswahl fand ich im Internet den Umbau eines Gasanzünders als Zündspannungserzeuger. Der sollte es sein. Als Spannungsquelle wird eine 1,5 Volt Batterie verwendet und erzeugt damit einige KV. So sieht das Innenleben des Gasanzünders aus.
Um es für den Motor zu verwenden waren einige Änderungen erforderlich. Der „Autotrigger“ für den Zündfunken ist nicht brauchbar. Als Auslöser für den Zündfunken sollte ein Unterbrecherkontakt zum Einsatz kommen, der gegen Masse schaltet. Das ist mit einem Transistor gelöst, der den Thyristor ansteuert. Da der „Autotrigger“, der bei einer Spannung von ca. 70 V am Kondensator auslöst, entfernt wurde, ist jetzt ein Kondensator mit einer Spannung von min. 400 V erforderlich. Auch der Thyristor muss durch einen „stärkeren“ ersetz werden.
So sieht dann der Versuchsaufbau aus.
Da dieser Aufbau sich im Dauertest bewährt hat, konnte eine neue Leiterplatte gefertigt werden. Die Abmessungen sind 65 mm x 35 mm. Die Bilder des Schaltplanes und der Leiterplatte können durch anklicken mit besserer Auflösung betrachtet werden. Die Target und Fräsdateien gibt es hier.
Messungen haben gezeigt, dass bei 1500 Impuse pro Minute und bei 15% geschlossenem Kontakt ein Funken von 5-6 mm erzeugt wird. Der Stromverbrauch ist knapp 200 mA. Mit diesem Aufbau konnte der Motor bei einem Probelauf problemlos mit einer Drehzahl von 2000 U in der Minute drehen. Vor dem Einsatz am Motor wird der Bereich mit der hohen Spannung noch vergossen.
Zündung für den Hit and Miss Motor Version 2
Beschreibung
Der IHC Famous 2HP Hit and Miss Modellmotor benötigt eine Zündanlage. Als „Unterbrecherkontakt“ soll ein Hall-Sensor verwendet werden. Der benötigt Eine Spannung über 3,6 Volt. Da sich die obige Zündung bewährt sollte sie wieder zum Einsatz kommen. Es wurde eine neue Leiterplatte entwickelt, die aus 1,5 Volt eine Spannung von 5 Volt für die Spannungsversorgung des Hall-Sensors erzeugt. Um die gleiche Platinenabmessungen beizubehalten wurden SMD-Bauteile verbaut. Diese Version 2 kann mit einem Hall-Sensor 55100 oder mit einem mechanischen Kontakt betrieben werden. Eine Lötbrücke (R8) bietet die Möglichkeit die 5 Volt Erzeugung abzuschalten um Strom, ca. 0,1 mA im Leerlauf, zu sparen.
Modifikationen
Die Zündung zeigte beim Einsatz am IHC-Modell einige Schwächen. Beim Probelauf der Motoren kam es zum Ausfall der Hall-Sensoren und des Spannungswandlers für die 5 Volt sowie, wie auch bei der 1. Version, bei niedriger Drehzahl zu Spannungsüberschlägen an der Zündkerze. Der Hall-Sensor war immer am Ausgang kaputt. Nach dem Einbau von 2 Dioden am Ausgang und die Verwendung einer geschirmten Leitung für die Zündspannung gab es keine Ausfälle des Hall-Sensors mehr. Auch auf der 4 tägigen Modellbauausstellung in Dortmund hat alles funktioniert. Nun galt es die Spannungsüberschläge zu untersuchen. Bei dieser Zündung handelt es sich um eine CDI, Capacitor Discharging Ignition, oder HKZ, Hochspannungskondensatorzündung. Aus einer kleinen Spannung, hier 1,5 Volt, wird eine Spannung von ein paar 100 Volt erzeugt, die einen Kondensator auflädt Beim Zünden wird der Kondensator über eine Spule entladen. In dieser Spule wird dann auf die erforderliche Hochspannung transformiert. Im Leerlauf wird bei dieser Zündung aus den 1,5 Volt eine Spannung von ca. 400 Volt am Kondensator erzeugt. (In der ursprünglichen Anwendung wird bei ca. 120 Volt gezündet.) Bei ca. 1200 Zündungen je Minute beträgt die Spannung ca. 180 Volt und es gibt keine Spannungsüberschläge. Durch den Einbau von Dioden und einen Widerstand wird die Spannung jetzt auf knapp über 200 Volt begrenzt und die Spannungsüberschläge treten nicht mehr auf. Der Spannungswandler wird noch mit Dioden geschützt und jetzt sollte alles perfekt sein.